Rückblick: Handel goes digital – auch im ländlichen Raum

Wie man den guten alten Hackenporsche mit Smart Services in die Neuzeit holt, das zeigten am 23.08. der Handelsverband Niedersachsen-Bremen gemeinsam mit der Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag (LINGA) und dem Projektbüro Digital Niedersachsen im vollbesetzten Handelshaus. Ganz vorne dabei und als erste am Rednerpult war die Gemeinde Wennigsen, die mit einer hohen Zahl von Auspendlern und schwindender Daseinsvorsorge umgehen muss. Ziel des Regio-LAB Projektes, das Wennigsen mit den Kommunen Gehrden, Barsinghausen und Springe auf den Weg gebracht hat, ist es, Leben und Arbeiten an einem Ort zu ermöglichen. So sollen kooperativ genutzte Raummodule geschaffen werden, die von Selbständigen tageweise angemietet oder auch von großen Unternehmen als feste Telearbeitsplätze genutzt werden können. Räumlichkeiten für Vereine und Gruppen für Treffen oder Sitzungen sollen die zentral gelegenen leerstehenden Immobilien zusätzlich beleben. Über verringerte Pendlerzahlen kann mittelfristig auch mehr Kundenpotenzial für den Handel im Ort gehalten werden, so Wirtschaftsförderer Christian Mainka.

Einen technologischen Ansatz hat auch das Fraunhofer Institut gewählt und mit „Digitale Dörfer“ eine Plattform für den ländlichen Raum geschaffen, die es Händlern ermöglicht, ihre Waren und Dienstleistungen auch digital anzubieten. Steffen Hess stellte einen regionalen Onlinemarkt mitsamt ehrenamtlichem Liefer-bzw. Mitbring-Service und eigenen Paketstationen vor, der auch andere Regionen übertragbar ist. Mehr Informationen: https://www.iese.fraunhofer.de/de/innovation_trends/sra/digitale_doerfer.html

Einen Überblick über die Kunden, den Markt und die Wertschöpfung im E-Business gab Frau Dr. Monika Kriewald, Professorin für Dienstleistungsmanagement an der Ostfalia Hochschule in Salzgitter, bevor Ralph Keller seine Vision eines Online-Shops speziell für Senioren vorstellte. „MyHilda“ ist die digitale Variante seiner mobilen Verkaufstätigkeit, die ihn durch Wohn- und Pflegeeinrichtungen in ganz Deutschland führte.

Wie ein derartiges Start-up zu finanzieren ist, erklärte abschließend Thomas Brinks, Innovationsberater der NBank. Günstige Kredite, bis zu 35%ige Förderung von Investitionen oder sogar bis zu 50% bei Weiterbildung – all das bietet die NBank Innovationsberatung: 0511 300 31362, ed.kn1506410036abn@n1506410036oitav1506410036onni1506410036

Der Nachmittag war reserviert für den intensiven Austausch zwischen Praktikern. Die Referenten des Vormittages berieten die Teilnehmer in drei Gruppen über Ideen, Ansätze und Projekte. Die gegenseitige Vorstellung als Abschluss bot weitere spannende Anregungen für die eigene Arbeit.