Gemeinsam mit anderen VerbÀnden setzt sich der Handelsverband Deutschland (HDE) gegen den Abmahnmissbrauch ein.

„Es gibt eine regelrechte Abmahnindustrie, die systematisch HĂ€ndler wegen kleinster Formfehler in ihren Online-Shops abmahnt. Hier muss die Politik die Vorgaben Ă€ndern“, so HDE-Experte Peter Schröder. Teilweise wĂŒrden Firmen oder VerbĂ€nde nur gegrĂŒndet, um anschließend wahllos abmahnen zu können. Deshalb sei es entscheidend, den finanziellen Anreiz fĂŒr Abmahnungen zu beseitigen. Es mĂŒsse schwerer werden, von Abmahnungen zu profitieren und regelrechte GeschĂ€ftsmodelle darauf aufzusetzen. Der Gesetzgeber solle deshalb die HĂŒrden fĂŒr VerbĂ€nde und Unternehmen erhöhen, die HĂ€ndler abmahnen wollen. DarĂŒber hinaus mĂŒsse auch der sogenannte „fliegende Gerichtsstand“ abgeschafft werden. Ansonsten suchten sich die Abmahner das fĂŒr sie gĂŒnstigste Gericht heraus.

„Die aktuelle Lage fĂŒhrt zu großen finanziellen Belastungen fĂŒr den Handel. Aber auch die Gerichte werden durch die hohe Zahl an Abmahnungen und die anschließenden Rechtsstreitigkeiten stark in Anspruch genommen“, so Schröder weiter. Deshalb sei es nicht nur fĂŒr die Wirtschaft, sondern auch fĂŒr die Behörden und Gerichte wichtig, dass dem Abmahnmissbrauch zeitnah ein Riegel vorgeschoben werde.

Das gemeinsame Papier der VerbÀnde finden Sie unter:http://bit.ly/2sWFlBc