Planungssicherheit fĂŒr die Handelsunternehmen bei der Umsetzung des Gesetzes zu manipulationssicheren Registrierkassen fordert der Handelsverband Deutschland (HDE).

Das Ende vergangenen Jahres beschlossene Kassengesetz verpflichtet die EinzelhĂ€ndler dazu, bis Ende 2019 auf manipulationssichere Registrierkassen umzurĂŒsten. Bisher allerdings gibt es noch keine Vorgaben, welche technischen Standards die Kassen dann erfĂŒllen sollen. FĂŒr die EinzelhĂ€ndler fĂŒhrt dies womöglich dazu, dass sie erst 2019 die erforderliche Technologie kaufen können, dann aber unter zeitlichem Höchstdruck agieren mĂŒssen. DarĂŒber hinaus sind Unternehmen, bei denen im Jahr 2018 oder 2019 Kasseninvestitionen anstehen, mit großen Unsicherheiten konfrontiert. Denn diese mĂŒssen dann womöglich Kassentechnologie kaufen, bei der klar ist, dass sie kurze Zeit spĂ€ter veraltet ist und teuer aufgerĂŒstet werden muss. „Die Bundesregierung muss die Voraussetzungen dafĂŒr schaffen, dass die Manipulationsschutztechnologie zeitnah entwickelt und am Markt verfĂŒgbar ist“, so HDE-Steuerexperte Jochen Bohne.

Außerdem brauchen die HĂ€ndler Planungssicherheit bei den Ausnahmeregelungen. Denn die Unternehmen mĂŒssen rechtzeitig wissen, ob sie die neuen Vorgaben in vollem Umfang zu erfĂŒllen haben oder mit Erleichterungsbewilligungen durch die Finanzverwaltung rechnen können. „Wenn die Planungssicherheit nicht zeitnah gewĂ€hrleistet werden kann, dann muss der Starttermin fĂŒr die neuen Kassenregelungen notfalls eben verschoben werden“, so Bohne weiter. Derzeit ist hier der 1. Januar 2020 vorgesehen.