Die √úberarbeitung des Energie-Labels durch die EU k√∂nnte f√ľr viele Einzelh√§ndler zu einem b√∂sen Erwachen f√ľhren. So schl√§gt die EU-Kommission vor, dass Einzelh√§ndler k√ľnftig die Energielabel f√ľr ihre Elektrowaren selbst recherchieren und im Gesch√§ft ausdrucken sollen. Dies w√ľrde nicht nur zu einem enormen Verwaltungsaufwand f√ľhren, auch die Fehlerquote bei der Kennzeichnung von Elektroger√§ten w√ľrde im Handel massiv steigen.

‚ÄěSchon heute k√∂nnen H√§ndler wettbewerbsrechtlich abgemahnt werden, wenn ein im Gesch√§ft ausgestelltes Energielabel von den gesetzlichen Vorschriften abweicht. Sollte sich die Kommission durchsetzen und das neue System derart fehleranf√§llig werden, kommt eine neue Abmahnwelle auf den Handel zu‚Äú, sagt G√∂tz Brandau vom HDE-B√ľro in Br√ľssel.

Ungemach droht dem Handel auch mit dem Vorhaben, die A-G-Skala des Energielabels regelm√§√üig an den technologischen Fortschritt anzupassen. Ware d√ľrfte nur dann verkauft werden, wenn sie ab einem bestimmten Stichtag mit dem aktualisierten Energielabel versehen ist. Falls ein Lieferant dem H√§ndler kein aktuelles Label zur Verf√ľgung stellt, w√§ren Lagerbest√§nde unverk√§uflich! Diese Konsequenz stellt insbesondere f√ľr kleine H√§ndler ein hohes wirtschaftliches Risiko dar. In den laufenden Diskussionen im Europaparlament fordert der HDE deshalb, dass H√§ndler ihre Restbest√§nde in jedem Fall ab verkaufen d√ľrfen!