Immer mehr Einzelh├Ąndler setzen auf die Weiterbildung ihrer Besch├Ąftigten. Das zeigen die heute f├╝r das Jahr 2015 vom Statistischen Bundesamt ver├Âffentlichten Zahlen.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) macht sich f├╝r den Erhalt dieses effektiven Weiterbildungssystems stark und sieht Forderungen nach Chancenkonten oder einem Rechtsanspruch auf Weiterbildung kritisch.

ÔÇ×Die aktuellen Zahlen zeigen, dass im Einzelhandel im Vergleich mit der Gesamtwirtschaft ├╝berdurchschnittlich viele Unternehmen Weiterbildungsma├čnahmen f├╝r die Besch├Ąftigten durchf├╝hrenÔÇť, so HDE-Hauptgesch├Ąftsf├╝hrer Stefan Genth. So stieg im Einzelhandel laut Statistischem Bundesamt 2015 die Zahl der Unternehmen, die auf Weiterbildungsma├čnahmen setzten, um zw├Âlf Prozent im Vergleich zum Jahr 2010. Insgesamt nutzten damit 79,8 Prozent der Einzelh├Ąndler Weiterbildungen f├╝r ihre Mitarbeiter. In der Gesamtwirtschaft sind es 77 Prozent.

ÔÇ×F├╝r mehr als drei Viertel der Unternehmen ist Weiterbildung ein wichtiger Teil der Personalarbeit. In den letzten Jahren setzen immer mehr Betriebe auf eine zielgerichtete Weiterentwicklung der Besch├Ąftigten. Diese positive Entwicklung und das funktionierende System sollte die Politik nicht aufs Spiel setzenÔÇť, so Genth weiter. Weiterbildung m├╝sse zielgerichtet und am unternehmerischen Bedarf orientiert erfolgen. Deshalb seien die aktuell im Raum stehenden politischen Bundestagswahlforderungen nach Chancenkonten oder einem Recht auf Weiterbildung nicht zielf├╝hrend. Genth: ÔÇ×Das Gie├čkannenprinzip funktioniert in der Weiterbildung nicht und ist f├╝r die Wirtschaft nicht erfolgversprechend.ÔÇť Die Unternehmen m├╝ssten eng in die Planung von Weiterbildungen einbezogen werden.