Die Kosten der Energiewende mĂŒssen fairer verteilt werden. Das zeigt auch eine aktuelle Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung. Demnach profitierten einige wenige Branchen im vergangenen Jahr bei der Energiewende von VergĂŒnstigungen in Höhe von insgesamt ĂŒber 17 Milliarden Euro.

„Der Einzelhandel und die Privatverbraucher finanzieren mit ĂŒberproportional hohen BeitrĂ€gen Privilegien, mit denen vor allem die Industrie entlastet wird. Es ist deshalb höchste Zeit, diese ungerechten Ausnahmereglungen zu reduzieren“, so HDE-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Stefan Genth. Die AusnahmetatbestĂ€nde seien in den vergangenen Jahren immer weiter ausgeweitet worden. Der Gesetzgeber mĂŒsse die privilegierten Branchen wieder auf einen eng gefassten Kern an Unternehmen reduzieren, die ansonsten in Deutschland nicht mehr wirtschaftlich arbeiten könnten. Die Studie macht außerdem deutlich, dass mit dem bisherigen System bis 2023 im Stromsektor ein Kostenanstieg von elf Prozent zu erwarten ist. Allein fĂŒr den Einzelhandel wĂ€re das eine zusĂ€tzliche Belastung von ĂŒber 600 Millionen Euro.

Der HDE macht sich deshalb fĂŒr einen Umbau bei der Finanzierung der Energiewende stark: „Die Energiewende braucht ein neues, faires Finanzierungssystem. Das ist ein gesamtgesellschaftliches Projekt, die Kosten mĂŒssen auf alle Schultern gleichermaßen verteilt werden“, so Genth weiter. Der HDE schlĂ€gt deshalb einen verursachungsgerechten CO2-Mindestpreis und das Ende des EEG vor. Außerdem plĂ€diert der Verband fĂŒr eine weitgehende Abschaffung der Stromsteuer.

Die Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung finden Sie hier: http://library.fes.de/pdf-files/wiso/13586.pdf

Ein gemeinsames Forderungspapier von HDE und dem Verbraucherzentrale Bundesverband steht hier bereit:www.einzelhandel.de/energiewende