Positiv bewertet der Handelsverband Deutschland (HDE) die heutige grunds√§tzliche Einigung der L√§nderfinanzminister, konsequenter gegen Umsatzsteuerbetrug im grenz√ľberschreitenden Online-Handel vorzugehen.

„Wer in Deutschland Waren verkauft, muss daf√ľr die korrekte Umsatzsteuer bezahlen. Das gilt auch im internationalen Online-Handel. Alles andere behindert den fairen Wettbewerb. Deshalb ist es h√∂chste Zeit, dass die staatlichen Stellen daf√ľr sorgen, dass Online-H√§ndler aus Nicht-EU-L√§ndern ihre Umsatzsteuer hierzulande ordnungsgem√§√ü bezahlen‚Äú, so HDE-Pr√§sident Josef Sanktjohanser. Jetzt gehe es darum, m√∂glichst schnell konkrete Schritte einzuleiten und die Regelungen entsprechend anzupassen.

Der Verkauf ausl√§ndischer Waren findet oft √ľber Internetplattformen statt, die f√ľr die H√§ndler die Lagerung und den Versand der Ware √ľbernehmen. Bisher wird f√ľr diese Verk√§ufe h√§ufig keine Umsatzsteuer bezahlt. Das bleibt in vielen F√§llen folgenlos, weil Verk√§ufer au√üerhalb der EU f√ľr die Steuerbeh√∂rden nur schwer greifbar sind. Der HDE fordert deshalb, dass die Plattformbetreiber als zentrale Koordinierungsstelle die Verantwortung f√ľr Gesch√§fte √ľbernehmen, die √ľber Ihre Plattform abgewickelt werden. Diese sollten dann kontrollieren, ob jeder Marktplatzh√§ndler eine g√ľltige Umsatzsteuer-ID besitzt und f√ľr nicht abgef√ľhrte Umsatzsteuer haftbar gemacht werden.

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen