Mit Blick auf das fĂŒr kommenden Freitag (15.6.) vom Bundeswirtschaftsministerium ausgerufene 70-jĂ€hrige JubilĂ€um der sozialen Marktwirtschaft in Deutschland betont HDE-PrĂ€sident Josef Sanktjohanser die zentrale Rolle des Unternehmertums in diesem Erfolgsmodell.

„Die soziale Marktwirtschaft ist ohne das Engagement von Hunderttausenden von Handelsunternehmern nicht denkbar. Die Unternehmer gehen große persönliche Risiken ein und ĂŒbernehmen Verantwortung fĂŒr viele Millionen BeschĂ€ftigte.“ Der Handel nehme mit seinen drei Millionen Arbeitnehmern und einem Umsatz von mehr als 500 Milliarden Euro im Jahr eine wichtige Funktion fĂŒr die Gesamtwirtschaft ein.

Um die erfolgreiche soziale Marktwirtschaft zukunftsfit zu machen, fordert der HDE-PrĂ€sident wieder mehr Zutrauen in Unternehmertum. „Die Politik hat in den letzten Jahren zu viele Dinge reguliert. Das schnĂŒrt innovativen Unternehmern die Luft zum Atmen ab. Es muss wieder mehr Vertrauen in die positive Kraft der Marktwirtschaft entstehen.“ FĂŒr mehr Zutrauen in die Mechanismen der Marktwirtschaft wirbt der HDE auch auf europĂ€ischer Ebene. Denn die EU-Kommission plant derzeit neue Regulierungen fĂŒr die Verhandlungen zwischen HĂ€ndlern und Herstellern. Sanktjohanser: „Eines der grundlegenden Prinzipien der Marktwirtschaft legt fest, dass der Markt die Preise macht. Wenn die Politik jetzt einseitig die Verhandlungsmöglichkeiten des Handels einschrĂ€nkt, dann sorgt das am Ende fĂŒr unnötig hohe Verbraucherpreise. Das ist schĂ€dlich fĂŒr Wirtschaft und Verbraucher.“ Ein besserer Weg sei das zwischen den Branchen vereinbarte Mediationsverfahren. Denn bestehende ÜberkapazitĂ€ten und Strukturprobleme in der Landwirtschaft könne auch ein solches Gesetz nicht wegregulieren.

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen