Vor großen Aufgaben sieht der Handelsverband Deutschland (HDE) die EU-Kommission mit Blick auf das von ihr letzte Woche vorgestellte Arbeitsprogramm fĂŒr das Jahr 2019.

„Die wichtigste und grĂ¶ĂŸte Aufgabe fĂŒr die Kommission bleibt die Vollendung des europĂ€ischen Binnenmarktes. Um das volle wirtschaftliche Potential der EU ausschöpfen zu können, mĂŒssen bestehende innereuropĂ€ische Hindernisse beseitigt werden“, so HDE-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Stefan Genth. Dabei mĂŒsse es beispielsweise auch um Gesetze in osteuropĂ€ischen MitgliedslĂ€ndern gehen, die gezielt auslĂ€ndischer Handelsunternehmen benachteiligen. Angesichts des weltweit grenzenlosen Online-Handels sieht der HDE außerdem Handlungsbedarf, fĂŒr annĂ€hernd gleiche und somit faire Wettbewerbsbedingungen zu sorgen. So mĂŒsse sichergestellt werden, dass Produkte, die von HĂ€ndlern außerhalb der EU ĂŒber Online-MarktplĂ€tze und Plattformen an Kunden innerhalb der EU verkauft werden, den hiesigen strengen Produktsicherheitsanforderungen entsprechen. Ansonsten sind einheimische HĂ€ndler, die sich an die in der Umsetzung kostspieligen Vorgaben halten, im Nachteil.

DarĂŒber hinaus sollte die EU beim Datenschutz das Gleichgewicht zwischen berechtigten geschĂ€ftlichen Interessen und dem Verbraucherschutz wahren. „Die geplante e-Privacy-Richtlinie darf am Ende nicht dazu fĂŒhren, dass die ohnehin schon marktmĂ€chtigen großen Internetkonzerne weitere Wettbewerbsvorteile fĂŒr sich nutzen können. Der Mittelstand könnte dann bei der Digitalisierung nicht mehr mithalten“, so Genth weiter. Positiv bewertet der HDE, dass die EU einen koordinierten Plan zur Entwicklung von kĂŒnstlicher Intelligenz in Europa angehen möchte. Mit Hilfe von kĂŒnstlicher Intelligenz können im Handel KundenbedĂŒrfnisse genauer und individueller identifiziert und bedient sowie Bestell- und Lieferprozesse weiter optimiert werden.

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