Ein Kommentar von Stephan Tromp, stellvertretender HDE-Hauptgesch├Ąftsf├╝hrer

Die Digitalpolitiker aus der Union wollen eine Diskussion ├╝ber das Niveau des Datenschutzes und das Gebot der Datensparsamkeit f├╝hren. Das sind gute Nachrichten! Wieviel Privatsph├Ąre ist n├Âtig und wie viel Freiheit zur Entwicklung innovativer KI-L├Âsungen brauchen wir, um im globalen Wettbewerb wettbewerbsf├Ąhig zu sein? – diese Fragen m├╝ssen breit und ohne Scheuklappen diskutiert werden. Es geht dabei f├╝r Deutschland und Europa um nicht weniger als die digitale Wettbewerbsf├Ąhigkeit in der globalisierten Welt.

Der derzeitige Rechtsrahmen setzt der Wirtschaft ein enges Korsett, mit dem Ziel den Verbraucher zu sch├╝tzen. Aber will der Verbraucher ├╝berhaupt gesch├╝tzt werden? Die t├Ągliche Praxis, auch das digitale Paradoxon genannt, spricht eine andere Sprache. Der Verbraucher akzeptiert vieles, wenn er daf├╝r einen n├╝tzlichen Service bekommt oder sich einfach mit seinen Freunden digital vernetzen kann. Derzeit ist der EU-Datenschutz eher ein Wettbewerbsvorteil f├╝r au├čereurop├Ąische Akteure, die au├čerhalb Europas in weniger restriktiven Umgebungen ihre Anwendungen K├╝nstliche Intelligenz lernen lassen und dieses Wissen dann auf dem EU-Markt im Wettbewerb einsetzen k├Ânnen. Gleichzeitig haben die europ├Ąischen Mitbewerber aufgrund der g├╝ltigen EU-Datenschutzbestimmungen keinen Zugang zu Informationen von derartiger Qualit├Ąt.

In unserer datengetriebenen Wirtschaft ist ein Paradigmenwechsel f├╝r den k├╝nftigen europ├Ąischen Datenschutzrahmen n├Âtig. Nicht mehr und nicht weniger fordern die CDU-Politiker. Dem kann sich der HDE nur anschlie├čen.

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen