Zum Entwurf des „Gesetzes zur Modernisierung und StĂ€rkung der beruflichen Bildung“ (BBiMoG) veröffentlichen der Handelsverband Deutschland, Gesamtmetall, der Deutsche Bauernverband, der Bundesverband der Freien Berufe, der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie sowie der Bundesarbeitgeberverband Chemie ihre gemeinsame Position.

Abschlussbezeichnungen der Aufstiegsfortbildung beibehalten!

Die VerbĂ€nde wenden sich gegen die PlĂ€ne der Bundesregierung und der Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, die die neuen Fortbildungsbezeichnungen „GeprĂŒfter Berufsspezialist“, „Bachelor Professional“ und „Master Professional“ einfĂŒhren wollen. Sie bitten in ihrem gemeinsamen Positionspapier die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, die etablierten Bezeichnungen der FortbildungsabschlĂŒsse ohne Wenn und Aber als Marken zu erhalten. Denn Berufliche Bildung wird nicht dadurch attraktiver, indem man sie wie einen Hochschulabschluss etikettiert.

Die neuen Bezeichnungen sind aus Sicht der VerbĂ€nde irrefĂŒhrend, erhöhen keinesfalls die AttraktivitĂ€t der beruflichen Bildung und stellen ohne Not die bisherigen angesehenen Fortbildungsbezeichnungen in Frage. Sie wĂŒrden das anerkannte und vertraute System der beruflichen Bildung unnötig schwĂ€chen, bringen weder Vorteile noch fĂŒhren sie zu der vom Gesetzgeber beabsichtigten Transparenz. Stattdessen schaffen sie Verwirrung und eine Verwechslungsgefahr mit den akademischen BildungsabschlĂŒssen „Bachelor“ und „Master“, insbesondere bei der Berufsorientierung. Auch international fĂŒhren die neuen Bezeichnungen nicht automatisch zu mehr Transparenz, da im Ausland ein Bachelor-/Master-Abschluss mit einem Hochschulabschluss verbunden wird, der de facto bei der beruflichen Bildung nicht vorliegt.

Das Positionspapier der VerbÀnde finden Sie hier.

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen