Im heutigen Kabinettsbeschluss der Bundesregierung zur Einf├╝hrung eines Gesetzes ├╝ber ein nationales Emissionshandelssystem f├╝r Brennstoffemissionen (BEHG) sieht der Handelsverband Deutschland (HDE) Licht und Schatten. ÔÇ×Gut ist, dass sich die Gro├če Koalition auf einen CO2-Zertifikatehandel einigen konnte. Es fehlt jedoch an der letzten Konsequenz: Denn die Erl├Âse sollen dem Bundeshaushalt zugef├╝hrt und nicht verpflichtend zur Neufinanzierung der Energiewende genutzt werdenÔÇť, so HDE-Hauptgesch├Ąftsf├╝hrer Stefan Genth.

Der HDE dagegen fordert, die Einnahmen aus dem Zertifikatehandel zu nutzen, um Entlastungen bei der EEG-Umlage umzusetzen.

ÔÇ×Ein kosteneffizienter Klimaschutz erfordert einen einheitlichen CO2-Preis ├╝ber alle Sektoren und Energietr├Ąger hinweg. Deshalb ist es wichtig, dass auch die Kosten zur F├Ârderung Erneuerbarer Energien mit in den Emissionshandel eingepreist und ├╝ber diesen finanziert werdenÔÇť, so Genth weiter. Daher m├╝sse die Politik im parlamentarischen Verfahren daf├╝r sorgen, dass die Energiewende ├╝ber den CO2-Preis finanziert wird. Deutschland m├╝sse zeigen, dass Klimaschutz und wirtschaftliche Entwicklung sich nicht ausschlie├čen ÔÇô dann k├Ânne daraus ein internationales Erfolgsmodell werden. Die Handelsunternehmen in Deutschland haben ihre Klimabilanz in den letzten Jahren erheblich verbessert und insgesamt ├╝ber 50 Prozent CO2 gegen├╝ber 1990 eingespart; die Branche leistet ihren Beitrag zum Klimaschutz.

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen