Die neue Verpflichtung, wĂ€hrend der Pandemie bei BĂŒroarbeiten das Arbeiten im Homeoffice wenn möglich zuzulassen, ist angesichts des gerade ergangenen Appells des BundesprĂ€sidenten fĂŒr mehr freiwilliges Homeoffice von letztem Freitag nicht zu verstehen.

„Dieser sinnvolle Appell konnte doch noch gar keine Wirkung entfaltet haben. Man hĂ€tte hier erwarten dĂŒrfen, dass man zunĂ€chst dessen Wirkung abwartet, bevor man eine solche Verpflichtung nachschiebt“, so Steven Haarke, HDE-GeschĂ€ftsfĂŒhrer fĂŒr Arbeit, Bildung, Sozial- und Tarifpolitik.

Bedenklich sei auch, dass diese weitreichende Verpflichtung nun einfach auf dem Verordnungsweg durch das Bundesarbeitsministerium erfolgen solle. Hier hĂ€tte es aus Sicht des HDE zumindest einer Debatte im parlamentarischen Verfahren bedurft, so Haarke weiter. Erschwerend komme hinzu, dass die grundsĂ€tzlichen Bedenken bei Homeoffice, wie etwa die drohende Spaltung der Belegschaften, neue Rechtsunsicherheiten und BĂŒrokratie sowie schlechte Internetverbindungen im lĂ€ndlichen Bereich, nicht ausgerĂ€umt seien. Die geplante neue Verordnung soll bis zum 15. MĂ€rz 2021 befristet sein.

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen