Bei der heutigen Anhörung zur Novelle des Verpackungsgesetzes im Umweltausschuss des Bundestages hat der Handelsverband Deutschland (HDE) die starke Betroffenheit der Branche durch neue Anforderungen hervorgehoben.

Die Ausweitung der Pfandpflicht auf Milch und MilchmischgetrĂ€nke ab 2024 bewertet der HDE aus HygienegrĂŒnden weiterhin kritisch. Die Pfandpflicht auf Saftverpackungen ab 2022 wird nach EinschĂ€tzung des HDE eine zumindest vorĂŒbergehende Verschlechterung der RezyklatqualitĂ€t mit sich bringen.

Um das verpflichtende Angebot von Mehrwegalternativen sinnvoll auszugestalten und Lebensmittelverschwendung vorzubeugen, sollte die Verpflichtung aus Sicht des Handels an eine direkte Kundenbestellung geknĂŒpft sein. So wĂ€re sichergestellt, dass nicht dauerhaft, falls keine individuelle Bestellung des Kunden vorliegt, trotzdem beide Verpackungsarten befĂŒllt angeboten werden mĂŒssen. Zudem weist der HDE darauf hin, dass es auf dem Markt bis auf wenige Ausnahmen noch keine entsprechenden Mehrwegsysteme fĂŒr To-Go-Verpackungen gibt. Daher ist eine VerlĂ€ngerung der Umsetzungsfrist um mindestens ein Jahr auf 2024 nötig. Auch bei den neu eingefĂŒhrten PrĂŒfpflichten fĂŒr elektronische MarktplĂ€tze und Fulfillment-Dienstleister plĂ€diert der HDE fĂŒr eine praxisnahe Ausgestaltung.

Zur Stellungnahme des HDE: https://bit.ly/3mMpilh

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen