Um dauerhaften, strukturellen Leerstand in unseren Innenstädten zu vermeiden, müssen die leerstehenden Handelsflächen sofort erfasst werden.

Ein bundesweit einheitliches und digitales Leerstandskataster würde einen wichtigen Beitrag zur Analyse der Möglichkeiten zur Wiedernutzung leisten. Erst dann kann zuverlässig beurteilt werden, wo Handlungsbedarf besteht. Dazu ist zunächst der Begriff des Leerstandes bundeseinheitlich zu definieren, um unsachgemäße Interpretationen des Begriffs zu vermeiden und eine Vergleichbarkeit der städtebaulichen Situationen zu gewährleisten.

Zudem sollten die Kommunen regelmäßige Austauschformate mit dem Handel und den Eigentümern von Immobilien ins Leben rufen. In dieser Kooperation bestünde die Chance, die Interessen der Innenstadtakteure im Sinne einer zukunftsfähigen Innenstadtentwicklung auszugleichen und die Expertise aus den einzelnen Bereichen zu bündeln. Allen Städten gemeinsam sind die dynamischen Veränderungen der Gegenwart durch Umsatzverschiebungen in den Onlinehandel sowie pandemiebedingte Geschäftsschließungen.

Selbst Großstädte und Metropolen machen sich zunehmend Gedanken über den attraktiven Fortbestand ihrer Stadtteilzentren, die nicht die Ausstrahlungskraft der zentralen Fußgängerzone besitzen. Die Zeit der stillen Beobachtung ist vorbei. Es ist Zeit zum Handeln!

Weitere Informationen unter: https://zeitzumhandeln.hde.de/handlungsfeld-cat/innenstaedte/

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen