Mit Blick auf die am 31. Mai 2023 stattfindende Sozialwahl macht der Handelsverband Deutschland (HDE) auf die Bedeutung der Wahl fĂŒr die Arbeit der Sozialversicherungen in Deutschland aufmerksam. Im Rahmen der Sozialwahl werden die Selbstverwaltungsorgane der gesetzlichen SozialversicherungstrĂ€ger der Renten-, Kranken- und Unfallversicherung gewĂ€hlt. Arbeitgeber und Versicherte bestimmen auf diesem Weg alle sechs Jahre ihre Vertreterinnen und Vertreter in den höchsten Gremien der Selbstverwaltung und nehmen damit entscheidend Einfluss auf die Arbeit ihrer Sozialversicherungen. Es handelt sich bei der Sozialwahl nach Europa- und Bundestagswahl um die drittgrĂ¶ĂŸte Wahl in Deutschland. Das Parlament der fĂŒr die Branche zustĂ€ndigen Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW) besteht aus 20 ehrenamtlichen Vertretern der Versichertenseite sowie 20 ehrenamtlichen Vertretern der Arbeitgeberseite.

Wie bereits bei der Sozialwahl im Jahr 2017, hat sich der HDE fĂŒr die diesjĂ€hrige Sozialwahl frĂŒhzeitig als ListentrĂ€ger fĂŒr die Arbeitgeber- und Brancheninteressen bei der BGHW engagiert und dazu im vergangenen Jahr unter anderem eine großflĂ€chige Ausschreibung initiiert. Erfreulich ist aus Sicht des HDE, dass es bei der BGHW in diesem Jahr erneut zu einer sogenannten Friedenswahl fĂŒr die rund 5,2 Millionen Versicherten sowie die 380.000 Mitgliedsunternehmen kommen wird. Aus beiden WĂ€hlergruppen – Versicherte und Arbeitgeber – wurde jeweils nur eine Vorschlagsliste eingereicht und durch den Wahlausschuss der BGHW zugelassen. Im Falle einer Friedenswahl ist keine Wahlhandlung mehr erforderlich. „Die Sozialwahl ist das demokratische Fundament der Sozialversicherung. Es war sehr wichtig, in diesem Jahr erneut eine Friedenswahl bei der BGHW zu erreichen. Eine Urwahl ist dagegen ein sehr bĂŒrokratischer Vorgang, der fĂŒr die Berufsgenossenschaft Kosten in Millionenhöhe verursacht hĂ€tte“, so Steven Haarke, HDE-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Arbeit, Bildung, Sozial- und Tarifpolitik sowie HDE-Listenvertreter. Diese Kosten hĂ€tten letztlich die Arbeitgeber als alleinige Beitragszahler stemmen mĂŒssen. Außerdem seien die Listen rechtssicher und mit geringerem Verwaltungsaufwand verbunden. „Friedenswahlen ermöglichen zudem mehr Vielfalt. Denn durch die Listen der VerbĂ€nde und Gewerkschaften kann gewĂ€hrleistet werden, dass am Ende möglichst alle Gruppen sowie Teilbranchen in der BGHW vertreten sind“, so Haarke weiter.

Arbeitgeber und Versicherte arbeiten in der BGHW vertrauensvoll und effektiv zusammen, um die Sicherheit der BeschĂ€ftigten in der Branche durch einen branchenspezifischen Arbeitsschutz zu gewĂ€hrleisten, der an eine sich stĂ€ndig wandelnde Arbeitsweit angepasst werden muss. „Das ist sehr unterstĂŒtzenswert. Die Arbeitgeber haben ja auch ein großes Eigeninteresse an einem niedrigen Krankheits- und Unfallgeschehen in der Branche“, so Haarke. Dies senke den Kostenaufwand fĂŒr die BGHW und sorge damit auch fĂŒr einen vergleichsweise moderaten Beitragssatz. Die BGHW wird seinen Mitgliedern in diesem Jahr erneut einen stabilen Beitragssatz anbieten können. ZusĂ€tzlich zum Engagement bei der Berufsgenossenschaft bringt sich der HDE bei der Sozialwahl 2023 auch erneut als ein ListentrĂ€ger der Arbeitergeber fĂŒr den Verwaltungsrat der DAK-Gesundheit ein. Damit wird sichergestellt, dass die Branche dort eine Stimme erhĂ€lt.

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen